Montag, 1. Juni 2009

Der Hochsommer ist da...

... und mitgebracht hat ihn Maria, die übers Wochenende zu Besuch kam. Perfektes Wetter für schöne Tage in Karlstad: Hitze, Sonnenschein, Standardprogramm.
Und jetzt, wo Maria wieder weg ist, fangen auch für mich endgültig die letzten Tage an. Komisch. Traurig und schön zu gleich. Auch wenn ich den Satz nicht gern sage, aber doch: die Zeit ist rasend vergangen. Und jetzt, wo der Sommer kommt, es in den Nächten nicht mehr richtig dunkel wird und die Seen langsam Badetemperaturen annehmen, ist mein Jahr hier schon wieder rum. Komisch. Traurig und schön zu gleich.

Sonntag, 24. Mai 2009

...und die Loveparade ist meine Party!

Es wurde angekündigt als das größte Fest des Jahres, DAS Highlight für Karlstad und Umgebung, der Status Quo des Studentendaseins - Das Campusfest. Ausnahmsweise mal, lasse ich die Bilder für sich sprechen. Es war ein grandioses Wochenende...

Dienstag, 19. Mai 2009

Frühjahrsmüdigkeit auf Schwedisch

Volksläufe in Deutschland laufen in etwa so ab: es treten etliche Hundert/Tausend Läufer an, von "kurz vor dem Niedergang" bis zum Ironman-Gewinner. Die Streckenränder sind gesäumt mit fünf mal so vielen Besuchern wie Läufern. Erstere tragen Fanshirts von Läufern, Jubeln bis zur Heiserkeit, halten lustige Spruchbänder in die Höhe und feuern jeden an, der auch nur auf den Brustwarzen vorbeigekrochen kommt. Das motiviert. Das macht Spaß. Volksläufe in Deutschland sind toll!
In Schweden ist das ein bisschen anders. Letzte Woche gingen wir sechs Mädels aka "The Globetrotters" beim Vårruset in Karlstad an den Start. Fünf Kilometer standen auf dem Streckenplan - das sollte zu schaffen sein. Schnell mussten wir aber feststellen, dass die Motivation hier nicht wie gewohnt von den Streckenrändern kommt, sondern wenn überhaupt, dann aus dem Inneren eines Läufers. Denn in Karlstad gingen etwa 8000 Läuferinnen an den Start, maximal ein Viertel dieser Zahl stand/saß/gähnte am Streckenrand. Nach Applaus, Jubel oder sonstige motivierende Aktivitäten suchten wir vergebens. In Schweden steht man am Rand und guckt. Mehr nicht. Wie als säße man vorm Fernseher. Zwar gab es auf der ganzen Strecke etwa 2-3 motivierend gemeinte Schilder zu sehen, allerdings sollten die wohl eher selbsterklärend sein. Deren Besitzer stellten sie einfach lautlos auf den Boden - schließlich kann ja jeder lesen.
Nun ja, ins Ziel kamen wir trotzdem und am Ende winkte sogar noch ein großzügiges Picknick für die Globetrotters. Wenigstens ein bisschen Motivation am Ende...

PS: Sollte ein gewisser Paul Schmidt auch nur einen winzigen hämischen oder zynischen Kommentar über die Streckenlänge verlieren, bin ich nicht länger mit ihm befreundet!

Donnerstag, 14. Mai 2009

Zu Besuch in Falun

Seit August weilen Franzi und ich nun schon in Schweden - "nur" 350 Kilometer von einander entfernt und doch haben wir es erst diese Woche geschafft, uns gegenseitig zu besuchen. Das Warten hat sich aber gelohnt - mit Sonnenschein und Grün ist eben alles schöner. Falun (nördlich von Karlstad) ist zwar wesentlich kleiner, dafür aber viel schöner und vor allem charmanter als Karlstad. Dieser Satz brachte mir, wieder zu hause angekommen einige verächtliche Blicke und Bemerkungen ein. Manchmal tut die Wahrheit eben einfach weh.
Viel Zeit hatten Franzi und ich nicht. Für Falun musste ein kompletter Tag reichen. Den verbrachten wir auf klapprigen alten Drahteseln und radelten von Hotspot zu Hotspot: Skisprungschanzen, Innenstadt, Altstadt und Fluß - ein Tag reicht für das beschauliche Städtchen. Am nächsten Tag fuhren wir dann weiter nach Karlstad, was zwar größer, aber wesentlich weniger aufregend ist. So hatte ich schon ein bisschen Not, Franzi ebenwürdige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Schließlich fanden wir unser absolutes Highlight: der schweinische Neuzugang im Karlstäder "Zoo" und wurden am Abend sogar noch mit einem traumhaften Sonnenuntergang
belohnt.
Wie sooft vergingen die drei Tage viel zu schnell.

Samstag, 2. Mai 2009

Schweden aus dem Bilderbuch

Der Mai ist höchstwahrscheinlich einer der besten Monate in Schweden. Nach dem ewigen Schnee, dem viel zu langem Winter, den tiefen Temperaturen und dem ewigen Grau ist die Sonne nun auch endlich in Karlstad angekommen - und zwar mit voller Kraft. Sonnenaufgang zur Zeit: 04:57 Uhr, -untergang: 21:08.
Soviel Frühling ließ sich auch meine Oma nicht entgehen und stieg ins Flugzeug nach Schweden. Nach "Flirtattacken" auf meine Mitbewohner war die Uni ihr ungeschlagenes Highlight des Besuchs. Meins waren unsere zwei Tage in Lysekil, an der Westküste. Dort findet man das Schweden aus dem Bilderbuch. Viel ist noch nicht los in den winzigen Fischerdörfern. Muss aber auch nicht, so hat man viel mehr Zeit die An- und Ausblicke zu in Ruhe genießen.
Wer mich nach Überschreitung meines Renteneintrittsalter sucht, sollte mal in Lysekil vorbeikommen. Könnte gut möglich sein, dass ich dort meinen Altensitz haben werde.

Donnerstag, 23. April 2009

Man müsste sein ganzes Leben lang Urlaub haben!

Als Eramus-Student ist ja man oft dem Vorurteil ausgesetzt, man würde nicht richtig studieren, sondern nur feiern und reisen. Naja. Manche Vorurteile haben seine Berechtigung. Zumindest was das Reisen betrifft. Die letzten zehn Tage verbrachte ich mit Bernd erst auf Gotland (Insel zwischen Schweden und dem Baltikum) und anschließend in Tallinn und Vilnius - größer hätte der Kontrast kaum sein können. Gotland ist wunderschön: ruhig, einsam, viel Natur, Meer, wundersame Felsen, viel Sonne und nur eine etwas größere Stadt - Visby mit offensichtlich sehr kleinen Einwohnern. Ansonsten endlose Weiten. Die nutzten wir für lange Fahrradtouren und zum "angrillen" am ganz nördlichsten Zipfel der Insel. Richtiges Thüringer Flair entstand bei Einweggrill und gefühlten -2°C zwar nicht, lecker war es trotzdem.
Nach vier Tagen ging es dann auf der Fähre weiter gen Osten. Tallinn stand zu erst auf dem Plan. Dem dortigen Schneesturm trotzten wir mit einer ausgedehnten Sauna-Tour. Die anschließenden Sonnenstunden ließen wir uns aber nicht entgehen und nahmen alle Sehenswürdigkeiten mit, die die Stadt zu bieten hat.
Viel beeindruckender fand ich aber Vilnius. Während Tallinns Altstadt auf einem Hügel recht abgekapselt liegt, ist der Vilniuser Stadtkern absolut bevölkert (das hier verlinkte Foto enstand Sonntag früh, da war noch keine Bevölkerung). Die Uni liegt mitten im Zentrum, was sehr studentisches Flair in die Stadt bringt. Das spürt man vor allem in dem Stadtteil Uzupis, der sich selbst vor zwölf Jahren zur (Spaß)Republik erklärt hat: mit eigenem Präsidenten (demokratisch gewählt), eigener Verfassung ("jeder hat das Recht einen Hund zu halten") und vor allem vielen jungen Leuten, Studenten und Künstlern.
Den Titel "Kulturhauptstadt Europas" hat sich Vilnius in diesem Jahr absolut verdient. Unbedingt hinfahren!

PS: Passend zum Kulturjahr haben sogar echte Größen ihre Spuren in Vilnius hinterlassen. Augen aufhalten lohnt sich.

"Wenn die Sonne lacht, nimm die Blende Acht" - Fotosafarie durch Stockholm

Mein Osterei kam in diesem Jahr aus der Luft. Mit dem Ryanairflieger aus Berlin, besser gesagt. Mein Vater und seine Freundin hatten sich für vier Tage angekündigt. Und da Karlstads Sehenswürdigkeiten nach etwa 2 Stunden erschöpft sind, entschieden wir uns diese Tage in Stockholm zu verbringen. Nach Herbst und Winter konnte ich so nun also auch den Frühling in der Hauptstadt miterleben.
Wie für jeden meiner Stockholmbesuche stand wieder ein dickes Programm auf dem Plan: Altstadt, Neustadt, Schifffahrt zu den Schäreninseln und Elche gucken. Neu und besonders wichtig dieses Mal: die Fotospots. Keine Aussichtsplattform, keine Gasse, kein öffentlicher Platz wurden ausgelassen um meine und meines Vaters Kamera zum Glühen zu bringen. Für mich war dabei viel Neues zu lernen. Tiefenschärfe und Iso beherrsche ich nun aus dem FF. Dann tat sich auch endlich die Gelegenheit zu einem langersehnten Fotomotiv auf.
Zum Ausgleich für den Fotokurs gabs von mir Nachhilfe in Sachen Styling.