Sonntag, 24. Mai 2009

...und die Loveparade ist meine Party!

Es wurde angekündigt als das größte Fest des Jahres, DAS Highlight für Karlstad und Umgebung, der Status Quo des Studentendaseins - Das Campusfest. Ausnahmsweise mal, lasse ich die Bilder für sich sprechen. Es war ein grandioses Wochenende...

Dienstag, 19. Mai 2009

Frühjahrsmüdigkeit auf Schwedisch

Volksläufe in Deutschland laufen in etwa so ab: es treten etliche Hundert/Tausend Läufer an, von "kurz vor dem Niedergang" bis zum Ironman-Gewinner. Die Streckenränder sind gesäumt mit fünf mal so vielen Besuchern wie Läufern. Erstere tragen Fanshirts von Läufern, Jubeln bis zur Heiserkeit, halten lustige Spruchbänder in die Höhe und feuern jeden an, der auch nur auf den Brustwarzen vorbeigekrochen kommt. Das motiviert. Das macht Spaß. Volksläufe in Deutschland sind toll!
In Schweden ist das ein bisschen anders. Letzte Woche gingen wir sechs Mädels aka "The Globetrotters" beim Vårruset in Karlstad an den Start. Fünf Kilometer standen auf dem Streckenplan - das sollte zu schaffen sein. Schnell mussten wir aber feststellen, dass die Motivation hier nicht wie gewohnt von den Streckenrändern kommt, sondern wenn überhaupt, dann aus dem Inneren eines Läufers. Denn in Karlstad gingen etwa 8000 Läuferinnen an den Start, maximal ein Viertel dieser Zahl stand/saß/gähnte am Streckenrand. Nach Applaus, Jubel oder sonstige motivierende Aktivitäten suchten wir vergebens. In Schweden steht man am Rand und guckt. Mehr nicht. Wie als säße man vorm Fernseher. Zwar gab es auf der ganzen Strecke etwa 2-3 motivierend gemeinte Schilder zu sehen, allerdings sollten die wohl eher selbsterklärend sein. Deren Besitzer stellten sie einfach lautlos auf den Boden - schließlich kann ja jeder lesen.
Nun ja, ins Ziel kamen wir trotzdem und am Ende winkte sogar noch ein großzügiges Picknick für die Globetrotters. Wenigstens ein bisschen Motivation am Ende...

PS: Sollte ein gewisser Paul Schmidt auch nur einen winzigen hämischen oder zynischen Kommentar über die Streckenlänge verlieren, bin ich nicht länger mit ihm befreundet!

Donnerstag, 14. Mai 2009

Zu Besuch in Falun

Seit August weilen Franzi und ich nun schon in Schweden - "nur" 350 Kilometer von einander entfernt und doch haben wir es erst diese Woche geschafft, uns gegenseitig zu besuchen. Das Warten hat sich aber gelohnt - mit Sonnenschein und Grün ist eben alles schöner. Falun (nördlich von Karlstad) ist zwar wesentlich kleiner, dafür aber viel schöner und vor allem charmanter als Karlstad. Dieser Satz brachte mir, wieder zu hause angekommen einige verächtliche Blicke und Bemerkungen ein. Manchmal tut die Wahrheit eben einfach weh.
Viel Zeit hatten Franzi und ich nicht. Für Falun musste ein kompletter Tag reichen. Den verbrachten wir auf klapprigen alten Drahteseln und radelten von Hotspot zu Hotspot: Skisprungschanzen, Innenstadt, Altstadt und Fluß - ein Tag reicht für das beschauliche Städtchen. Am nächsten Tag fuhren wir dann weiter nach Karlstad, was zwar größer, aber wesentlich weniger aufregend ist. So hatte ich schon ein bisschen Not, Franzi ebenwürdige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Schließlich fanden wir unser absolutes Highlight: der schweinische Neuzugang im Karlstäder "Zoo" und wurden am Abend sogar noch mit einem traumhaften Sonnenuntergang
belohnt.
Wie sooft vergingen die drei Tage viel zu schnell.

Samstag, 2. Mai 2009

Schweden aus dem Bilderbuch

Der Mai ist höchstwahrscheinlich einer der besten Monate in Schweden. Nach dem ewigen Schnee, dem viel zu langem Winter, den tiefen Temperaturen und dem ewigen Grau ist die Sonne nun auch endlich in Karlstad angekommen - und zwar mit voller Kraft. Sonnenaufgang zur Zeit: 04:57 Uhr, -untergang: 21:08.
Soviel Frühling ließ sich auch meine Oma nicht entgehen und stieg ins Flugzeug nach Schweden. Nach "Flirtattacken" auf meine Mitbewohner war die Uni ihr ungeschlagenes Highlight des Besuchs. Meins waren unsere zwei Tage in Lysekil, an der Westküste. Dort findet man das Schweden aus dem Bilderbuch. Viel ist noch nicht los in den winzigen Fischerdörfern. Muss aber auch nicht, so hat man viel mehr Zeit die An- und Ausblicke zu in Ruhe genießen.
Wer mich nach Überschreitung meines Renteneintrittsalter sucht, sollte mal in Lysekil vorbeikommen. Könnte gut möglich sein, dass ich dort meinen Altensitz haben werde.